Die Bestellung als Steuerberater/in erfolgt durch die zuständige Steuerberaterkammer nach bestandener Prüfung oder nach der Befreiung von der Prüfung.

Die örtliche Zuständigkeit der bestellenden Steuerberaterkammer richtet sich nach der beabsichtigten beruflichen Niederlassung des Bewerbers/der Bewerberin (§ 40 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. § 34 Abs. 1 StBerG). Bei beabsichtigter Niederlassung im Ausland ist für die Bestellung die Steuerberaterkammer zuständig, die den Antragsteller/die  Antragstellerin von der Prüfung befreit hat oder die Steuerberaterkammer, in deren Kammerbezirk der Antragsteller/die Antragstellerin die Prüfung abgelegt  hat (§ 40 Abs. 1 Satz 3 StBerG).

Zur Entscheidung über den Antrag auf Bestellung als Steuerberater/in prüft die zuständige Steuerberaterkammer die Angaben des Antragstellers/der Antragstellerin auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Sie kann vor einer Entscheidung erforderlichenfalls weitere Ermittlungen anstellen (§ 34 Abs. 5 DVStB). 

1.

Der Antrag auf Bestellung oder Wiederbestellung als Steuerberater/in ist nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck  zu erstellen (§ 34 Abs. 2  und 3 DVStB, § 38 Abs. 2 DVStB.)
[Bestellungsantrag als Word-Datei (kann am PC ausgefüllt werden)]
[Wichtige Informationen zum Bestellungsverfahren]

2.

Die Steuerberaterkammer prüft, ob die Voraussetzungen des § 40 Abs. 2 und 3 des Steuerberatungsgesetzes gegeben sind (§ 48 Abs. 2 StBerG, §  38 Abs. 3 DVStB).

3.

Dem Antrag sind beizufügen (§ 34 Abs. 4 DVStB, § 38 Abs. 2 Satz 2 DVStB)


- eine  (öffentlich) beglaubigte Abschrift der Bescheinigung der zuständigen Stelle über die erfolgreich abgelegte Steuerberaterprüfung oder die Befreiung von dieser Prüfung und


- ein Passbild.

4.

Die Bestellung ist zu versagen, solange nicht die vorläufige Deckungszusage auf den Antrag zum Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung oder der Nachweis der Mitversicherung bei einem Arbeitgeber im Sinne von § 3 Nr. 1-3 StBerG (also  Steuer-berater,  Rechtsanwalt, WP oder Berufsgesellschaft) vorliegt (§ 40 Abs. 3  Ziffer  3,  § 48 Abs. 2  StBerG).

5.

Für die Bearbeitung des Antrages auf Bestellung ist eine Gebühr von € 125,00 an die Steuerberaterkammer zu zahlen  (§ 40 Abs. 6 i.V.m. § 79  Abs. 2 StBerG).

6.

Zur Prüfung der in § 40 Abs. 2 normierten Versagensvoraussetzungen ist die Vorlage eines Führungszeugnisses der Belegart "Null" erforderlich.